Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel

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Inhalt: Leuchtturm Mole III

Leuchtfeuer Mole 3

Brunsbüttel,

Einfahrt Nord-Ostsee-Kanal,

Vorhafen Große Schleuse

53°53‘18“ N
09°08‘11“ E

1946 neuer Laternenraum

1993 Ersatz des Mauerwerkes durch Stahlträger im Zuge der Molensanierung

Stahlrohrturm

14,10m, über Molendeck ( NN +4,00m )

12,50/14,60m über MThw ( NN + 1,48m )


Die Molen 3 und 4 bilden seit 1914 die elbseitige Begrenzung der Zufahrt zur großen Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Die Molen 1 und 2 begrenzen seit 1895 die Zufahrt zur kleinen Schleuse. Auf jedem Molenkopf  befindet sich als Ansteuerungspunkt und Navigationshilfe für die Schifffahrt ein Leuchtfeuer.

Der Turminnenraum beherbergt neben den eigentlichen Leuchtfeuern weitere betriebstechnische Einrichtungen für Nebelfeuer, Objektanstrahlung der Mole und für eine Lautsprechereinrichtung. Über eine Wendeltreppe gelangt man zu den Leuchtfeuern in der Turmspitze. Die Optiken des Molenfeuers bestehen jeweils aus einer Gürtellinse mit Glühlampe und Wechseleinrichtung. Mittels grüner Vorsteckscheiben wird der Schifffahrt ein grüner Leitsektor als Festfeuer gezeigt.
Mit einer Brennweite der Optik von 200mm wird die Lichtstärke von 2520 candela und eine Tragweite in 5,0m Höhe von 12 sm erreicht. Die Energieversorgung erfolgt über Transformatoren aus dem Betriebsnetz mit 1 KV / 220V. Über das Betriebsnetz ist eine dieselbetriebene Notstromversorgung gewährleistet.

1992 wurde aufgrund einer Kollision  des MS „Pallas“ mit der Mole 30m des Molenkopfes erheblich beschädigt. Wegen der Einsturzgefahr des Molenkopfes wurde der Leuchtfeuerträger kurzfristig komplett demontiert und durch ein provisorisches Leuchtfeuer auf einem Stahlgerüst ersetzt.

Nach einer Grundinstandsetzung des Molenkopfes und des LFT‘s ruht der Schwarz/weiße Leuchtfeuerträger der Mole seit 1993 auf einem Molenkopf bestehend aus einem Stahlbetonfertigteil, welches im Zuge der Sanierung anstelle des ursprünglich gemauerten Molenkopfes eingesetzt wurde.

Visuelle Navigationshilfen für die Schifffahrt haben durch den technischen Fortschritt in der Kommunikations- und  Informationstechnik mit automatischen Positionierungs- und Identifikationssystemen allgemein an Bedeutung verloren. Dies hat zur Folge, dass entbehrliche Leuchttürme anderen Nutzungen zugeführt wurden. Nicht so in Brunsbüttel. Hier, in dem schwierigen Revier der Elbe mit den Einfahrten zum NOK, wird durch die Lotsen eine visuelle Navigationshilfe weiterhin für erforderlich gehalten.

Eigentümer des Turmes ist die Bundesrepublik Deutschland, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Der Turm ist für Fußgänger über das Deck der  Mole zu erreichen, der Innenraum ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das Molendeck ist bei gutem Wetter ein beliebter Treff- und Anlaufpunkt für Spaziergänger.