Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel

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Inhalt: Überblick über einige wichtige Begriffe aus dem Tidegebiet

Bezeichnungen im Tidegebiet
Tide (Ebbe und Flut) Mit der Flut kommt das Hochwasser, mit der Ebbe das Niedrigwasser. Die Anziehungskraft des Mondes verursacht diese Gezeiten (Tiden), die sich alle 12,5 Stunden wiederholen.
Tidenhub Arithmetischer Mittelwert aus dem Stieg und dem Fall einer Tide.
Höchstes Tidehochwasser (HThw)
Einheit: cm NHN
(Zentimeter Normalhöhennull)
Höchster in einem betrachteten Zeitraum aufgetretener Tidewasserstand.
Mittleres Tidehochwasser (MThw)
Einheit: cm NHN
Arithmetischer Mittelwert sämtlicher in einem betrachteten Zeitraum aufgetretener Tidehochwasser (Zeit- und Ortsangabe sind erforderlich).
Mittleres Tideniedrigwasser (MTnw)
Einheit: cm NHN
Arithmetischer Mittelwert sämtlicher in einem betrachteten Zeitraum aufgetretenen Tideniedrigwasser (Zeit- und Ortsangabe sind erforderlich).
Watt, Vorland Das Watt wird in 24 Stunden zweimal überflutet, das grüne Land (seeseitig) vor den Deichen (Vorland) nur bei stürmischer Witterung.
Priel Wasserlauf im Watt, der durch Gezeitenströmung gebildet wird.
Fleet (niederdeutsch: zufließen) Ein „schiffbarer“ Kanal meist innerhalb einer Stadt oder Landgemeinde
Braake (Bedeutung: Bruch) Ein Fleth in Brunsbüttel
Marsch Als Marsch wird das seit etwa 500 v. Chr. entstandene Meeresschwemmland entlang der Elbe und Nordsee bezeichnet. Sie liegt maximal 2 Meter über dem mittleren Meeresspiegel.
Tidefluss Flussstrecke im Tidegebiet (mit Ebbe und Flut).
Gräben und Siele Mit Gräben wird eingedeichtes Land entwässert. Das Wasser fließt durch in den Deichen befindliche Siele; sie öffnen und schließen sich automatisch bei ab- und auflaufendem Wasser (Ebbe und Flut).
Geest Die Geest ist hügeliges Land, entstanden durch die Gletscher der vorletzten Eiszeit vor etwa 150.000 Jahren. Sie besteht aus
Schmelzwasserkiesen und lehmigen „Moränen“, dem von Eis mitgeführten oder zu Höhenzügen aufgestauchten Erdreich. Der
Geestrand war früher Küstenlinie.
Wasserstraßen
Wasserstraße Oberirdisches Gewässer oder Küstengewässer, das gesetzlich für den Personen- und/oder Güterverkehr mit Schiffen bestimmt ist.
Fahrwasser Teil einer Wasserstraße oder der hohen See, der den örtlichen Umständen nach vom durchgehenden Schiffsverkehr benutzt wird.
Fahrwassertiefe
Einheit: m
Wassertiefe im Fahrwasser unter einem bestimmten Bezugswasserspiegel.
Fahrrinne Teil des Fahrwassers, in dem für den durchgehenden Schiffsverkehr bestimmte Breiten und Tiefen vorhanden sind.
Untiefe Örtlich begrenzter Bereich einer Wasserstraße, der wegen seiner geringen Wassertiefe für den Schiffsverkehr gefährlich ist.
Reede Für das Warten von Schiffen ausgewiesener, nicht am Ufer gelegener Teil einer Wasserstraße.
Wasserstraßen mit künstlichem Gewässerbett, Ufersicherungen
Schifffahrtskanal Oberirdisches Gewässer oder Küstengewässer, das gesetzlich für den Personen- und/oder Güterverkehr mit Schiffen bestimmt ist.
Seekanal Schifffahrtskanal, der vorwiegend dem Verkehr mit Seeschiffen
dient; z.B. der Nord-Ostsee-Kanal.
Ufersicherung Bautechnische und/oder ingenieurbiologische Maßnahmen gegen Beschädigungen oder Zerstörung eines Ufers.
Uferdeckwerk Bauwerk zur Befestigung eines geböschten Ufers.
Böschung Eine geneigte Fläche.
Uferwand Bauwerk zur Befestigung eines senkrechten oder nahezu senkrechten Ufers.
Dalben Einzelpfahl oder Pfahlbündel in Gewässersohle eingespannt zum Anlegen, Festmachen und Leiten von Schiffen.
Bauwerke zum Überwinden von Fallstufen
Schiffsschleuse Bauwerk zum Überwinden einer Fallstufe bei dem durch Füllen
oder Leeren der Schleusenkammer Schiffe gehoben bzw. gesenkt werden.
Schleusenkammer Zwischen den Schleusenhäuptern liegender Teil einer Schiffsschleuse, in dem die Schiffe gehoben oder gesenkt werden.
Schleusenhaupt Teil der Schiffsschleuse, der das Schleusentor aufnimmt.
Schleusentor Verschluss einer Schiffsschleuse.
Drempel Schwelle am Schleusentor als Anschlag für das geschlossene Schleusentor.
Fender Elastischer Körper zum Schutz gegen Stoßbeanspruchung zwischen Schiff und Bauwerk oder zwischen zwei Schiffen.
Umlauf Mit Schützen verschließbare Leitung zwischen Oberwasser und Schleusenkammer oder zwischen Schleusenkammer und Unterwasser zum Füllen bzw. Leeren der Schleusenkammer.
Tornische Nische in der Wand des Schleusenhauptes zur Aufnahme des
Schiebetores beim Öffnen der Schiffsschleuse.
Schifffahrt, Wasserstraßen
Höchster Schifffahrtswasserstand (HSW)
Einheit: cm, m
Oberer Grenzwasserstand, bis zu dem der Verkehr auf der Wasserstraße zulässig ist.
Niedrigster Schifffahrtswasserstand (NSW)
Einheit: cm, m
Unterer Grenzwasserstand, bis zu dem der Verkehr auf der Wasserstraße bei bestimmter Abladetiefe möglich oder zulässig ist.
Abladetiefe (ta)
Einheit: dm, m
Der einem bestimmten Beladungszustand entsprechende Tiefgang eines Schiffes.
Flottwasser
Einheit: dm, m
Abstand zwischen tiefstem Punkt eines Schiffes und der Gewässersohle.
Freibord (f)
Einheit: m
Erforderliche Höhe des Schiffskörpers über der Wasserspiegellinie gemäß den Freibordvorschriften für See- und Binnenschiffe.
Schifffahrtszeichen Visuelle, auditive oder funktechnische Anlage zum Erzeugen und Aussenden von Licht-, Schall- oder Funkzeichen für die Sicherung und Erleichterung des Schiffsverkehrs sowie für den Schutz der Wasserstraße und von Anlagen an der Wasserstraße oder auf hoher See (z.B. Flaggen, Bake, Tonne, Leuchtfeuer, Leuchtturm etc.).
Nautische Begriffe
Raummaßeinheiten
Registertonne (RT) = 100 engl. Kubikfuß = 2,83 m³
Bruttoregistertonne (BRT) Total umbauter Raum eines Schiffes. In der Regel werden danach Handelsschiffe vermessen (bis 1994).
Nettoregistertonne (NRT) Gewinnbringender Fracht-/und Passagierraum.
Bruttoraumzahl (BRZ) Maßeinheit für die Raumgröße eines Schiffes nach dem internationalen Schiffsvermessungs-Übereinkommen (London/1969). Hat 1994 die Einheit BRT abgelöst.
twenty feet equity unit (TEU) Anzahl der „20 Fuß-Container“, die ein Schiff laden kann.
Gewichtsmaßeinheiten
tons dead weight (tdw) Gibt an, wieviel Tonnen Fracht und Treibstoff ein Schiff laden kann.
tons deplacement (ts oder t) Maßeinheit bei Kriegsschiffen; Gewicht des voll ausgerüsteten
Schiffes oder das Gewicht der von ihm verdrängten Wassermasse.
Sonstige Maßeinheiten
1 Seemeile (sm) Entspricht 1,852 km
1 Kabellänge 1/10 Seemeile = 185,2 m.
1 Faden = 6 Fuß = 1,815 m.
1 Fuß (foot) = 0,3048 m.
1 Zoll (inch) = 0,0254 m.
1 Knoten (Kn) = 1 sm/h = 1,852 km/h
Etmal Die Strecke, die ein Schiff von 12.00 Uhr des einen Tages bis
12.00 Uhr des nächsten Tages zurücklegt.
Windstärke Geschwindigkeit des Windes, geschätzt nach der „Beaufortskala“.
Zusätzlich
Hopperbagger Selbstfahrender Saugbagger, der Boden vom Grund aufnimmt
und in den eigenen Laderaum fördert.